![Die 5 wichtigsten GDPR-Compliance-Anforderungen für Unternehmen [mit Beispielen]](https://cdn.prod.website-files.com/65783a4d0a31d79407de2e1c/667100f9f842cb0688dcda88_gdpr%20compliance.png)
Einführung
Die General Data Protection Regulation (GDPR) ist ein bedeutendes rechtliches Rahmenwerk zum Schutz der Privatsphäre und personenbezogenen Daten von Einzelpersonen innerhalb der Europäischen Union (EU). Seit ihrer Einführung am 25. Mai 2018 hat die GDPR tiefgreifende Auswirkungen darauf, wie Unternehmen mit Daten umgehen.
Nichteinhaltung kann zu hohen Geldstrafen und erheblichen Reputationsschäden führen. Daher ist es für Unternehmen unerlässlich, die GDPR-Anforderungen genau zu verstehen und konsequent umzusetzen. Dieser Artikel stellt die 5 wichtigsten GDPR-Compliance-Anforderungen vor, bietet detaillierte Anleitungen und Praxisbeispiele und zeigt, wie enclaive Unternehmen bei der Einhaltung der Vorschriften und dem Schutz ihrer Daten unterstützen kann.

GDPR-Compliance-Anforderung 1: Datenschutzbeauftragter (DPO)
Ein Datenschutzbeauftragter (DPO) spielt eine zentrale Rolle bei der Einhaltung der GDPR-Vorgaben. Der DPO ist für die Überwachung der Datenschutzstrategie eines Unternehmens verantwortlich und stellt sicher, dass personenbezogene Daten gemäß den GDPR-Richtlinien verarbeitet werden.
Wann ein Unternehmen einen DPO benötigt:
- Öffentliche Behörden: Alle öffentlichen Stellen und Einrichtungen müssen einen DPO benennen.
- Großflächige Datenverarbeitung: Unternehmen, die in großem Umfang personenbezogene Daten verarbeiten, insbesondere sensible Daten wie Gesundheitsinformationen oder strafrechtliche Verurteilungen, sind verpflichtet, einen DPO zu ernennen.
- Systematische Überwachung: Unternehmen, die regelmäßige und systematische Überwachung von Personen in großem Umfang durchführen, z. B. durch Online-Tracking, müssen einen DPO benennen.
Kernaufgaben eines DPO:
- Informieren und Beraten: Sensibilisierung von Mitarbeitern und Management für die GDPR-Anforderungen.
- Überwachung der Compliance:
- Verwaltung der Datenschutzmaßnahmen
- Durchführung von Audits
- Sicherstellung, dass Datenschutzrichtlinien eingehalten werden
- Beratung bei Datenschutz-Folgenabschätzungen (DPIAs): Unterstützung bei der Risikobewertung und Handhabung von Datenschutzverletzungen.
- Ansprechpartner für Behörden: Der DPO fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen dem Unternehmen, betroffenen Personen und der Datenschutzaufsichtsbehörde.
Praxisbeispiel
Ein Gesundheitsdienstleister, der große Mengen an Patientendaten verarbeitet, benötigt einen DPO, um sicherzustellen, dass sämtliche Datenschutzmaßnahmen eingehalten werden. Der DPO überwacht, ob Daten sicher gespeichert und verarbeitet werden, und stellt sicher, dass das Unternehmen GDPR-konform agiert.

GDPR-Compliance-Anforderung 2: Rechte der betroffenen Personen
Die GDPR stärkt die Rechte von Einzelpersonen, indem sie ihnen bestimmte Kontrollmöglichkeiten über ihre personenbezogenen Daten gewährt. Unternehmen müssen Prozesse implementieren, um diese Rechte effizient und zeitnah zu erfüllen.
Wichtige Rechte und deren Umsetzung
Recht auf Auskunft
- Bedeutung: Personen haben das Recht zu erfahren, ob ihre Daten verarbeitet werden und Zugriff darauf zu erhalten.
- Umsetzung: Unternehmen sollten ein standardisiertes Verfahren zur Bearbeitung von Auskunftsanfragen einrichten, einschließlich einer Identitätsprüfung des Antragstellers und der Bereitstellung der Daten in einem lesbaren Format.
Recht auf Berichtigung
- Bedeutung: Personen können die Korrektur ungenauer oder unvollständiger Daten verlangen.
- Umsetzung: Unternehmen müssen eine einfache Möglichkeit für Betroffene bereitstellen, fehlerhafte Daten korrigieren zu lassen, und die Änderungen zeitnah umsetzen.
Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“)
- Bedeutung: Personen können die Löschung ihrer personenbezogenen Daten verlangen, insbesondere wenn diese für den ursprünglichen Zweck nicht mehr erforderlich sind.
- Umsetzung: Unternehmen sollten klare Kriterien und Prozesse für Datenlöschanfragen definieren und sicherstellen, dass diese ordnungsgemäß bearbeitet werden.
Recht auf Datenübertragbarkeit
- Bedeutung: Personen können verlangen, dass ihre Daten in einem gängigen Format an einen anderen Dienstleister übertragen werden.
- Umsetzung: Unternehmen müssen sicherstellen, dass Daten in einem strukturierten, gängigen Format (z. B. CSV) bereitgestellt werden und sich einfach transferieren lassen.
Recht auf Widerspruch
- Bedeutung: Personen können der Verarbeitung ihrer Daten widersprechen, insbesondere bei Direktwerbung oder in bestimmten Verarbeitungssituationen.
- Umsetzung: Unternehmen müssen Prozesse etablieren, um Widersprüche zu prüfen und sicherzustellen, dass bei gültigen Einwänden keine weitere Verarbeitung erfolgt.
Praxisbeispiel
Ein Finanzdienstleister muss Anfragen von Kunden bearbeiten, die:
- Zugriff auf ihre Transaktionshistorie wünschen,
- Fehler in ihren Finanzdaten korrigieren möchten,
- die Übertragung ihrer Daten an einen anderen Anbieter beantragen.
Durch die Implementierung effizienter Prozesse für den Umgang mit Betroffenenrechten kann das Unternehmen sicherstellen, dass alle Anfragen fristgerecht und GDPR-konform bearbeitet werden.

GDPR-Compliance-Anforderung 3: Meldung von Datenschutzverletzungen
Eine Datenschutzverletzung liegt vor, wenn personenbezogene Daten unbefugt offengelegt, verändert oder zerstört werden oder unberechtigten Zugriff erfahren. Die GDPR verpflichtet Unternehmen, bestimmte Datenlecks innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden der Verletzung der zuständigen Datenschutzbehörde zu melden.
Schritte zur Bewältigung einer Datenschutzverletzung
1. Erkennen der Datenschutzverletzung
- Erkennung: Überwachungssysteme zur Früherkennung potenzieller Datenlecks einsetzen.
- Eindämmung: Sofortige Maßnahmen zur Begrenzung des Schadens einleiten.
2. Bewertung der Auswirkungen
- Risikobewertung: Ermittlung des Ausmaßes der Verletzung und der möglichen Folgen für betroffene Personen.
- Dokumentation: Detaillierte Aufzeichnungen über die Datenschutzverletzung und die ergriffenen Maßnahmen führen.
3. Meldung an die Datenschutzbehörde
- Kriterien: Die Meldung ist erforderlich, wenn die Verletzung ein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen darstellt.
- Pflichtangaben in der Meldung:
- Art der Verletzung
- Betroffene Kategorien und Anzahl der betroffenen Personen
- Mögliche Folgen
- Ergriffene oder geplante Maßnahmen zur Schadensbegrenzung
4. Benachrichtigung der betroffenen Personen
- Kriterien: Falls die Verletzung ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen darstellt, müssen diese informiert werden.
- Kommunikation:
- Klare und verständliche Informationen über die Datenschutzverletzung
- Mögliche Auswirkungen für die Betroffenen
- Empfohlene Maßnahmen zum Schutz vor weiteren Risiken
Praxisbeispiel
Eine E-Commerce-Plattform erleidet eine Datenpanne, bei der Zahlungsinformationen von Kunden kompromittiert werden.
- Das Unternehmen meldet den Vorfall innerhalb der vorgeschriebenen 72-Stunden-Frist an die zuständige Datenschutzbehörde.
- Betroffene Kunden werden über den Vorfall informiert und erhalten Anweisungen zum Schutz vor möglichem Betrug.
- Maßnahmen zur Schadensbegrenzung werden implementiert, beispielsweise Passwort-Resets und Sicherheitsupdates.
Durch schnelle und transparente Kommunikation sowie die Einhaltung der Meldepflichten kann das Unternehmen nicht nur rechtliche Konsequenzen minimieren, sondern auch das Vertrauen seiner Kunden bewahren.

GDPR-Compliance-Anforderung 4: Datenschutz-Folgenabschätzungen (DPIAs)
Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) ist ein Prozess zur Identifizierung und Minimierung von Datenschutzrisiken bei neuen Projekten oder Verarbeitungstätigkeiten. Die GDPR verpflichtet Unternehmen zur Durchführung einer DPIA, wenn die Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen darstellt.
Schritte zur Durchführung einer DPIA
1. Beschreibung der Verarbeitungstätigkeit
- Detaillierte Erklärung der Art, des Umfangs, des Kontexts und des Zwecks der Datenverarbeitung.
- Identifikation der verarbeiteten Datenkategorien und beteiligten Stakeholder.
2. Bewertung der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit
- Analyse, ob die Verarbeitung für den beabsichtigten Zweck erforderlich ist.
- Sicherstellen, dass die Datenverarbeitung im Verhältnis zu den Risiken für die Betroffenen steht.
3. Identifikation und Bewertung von Risiken
- Ermittlung möglicher Risiken für die betroffenen Personen, z. B.
- Datenlecks
- Unbefugter Zugriff
- Missbrauch personenbezogener Daten
- Bewertung der Wahrscheinlichkeit und Schwere der Risiken.
4. Definition von Schutzmaßnahmen zur Risikominderung
- Implementierung geeigneter Maßnahmen, wie:
- Datenminimierung
- Verschlüsselung
- Zugriffskontrollen
- Überwachung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen.
5. Überprüfung und Aktualisierung der DPIAs
- Regelmäßige Überprüfung der Datenschutz-Folgenabschätzungen, um deren Relevanz und Effektivität sicherzustellen.
- Aktualisierung der DPIAs bei wesentlichen Änderungen in den Verarbeitungstätigkeiten oder Risiken.
Praxisbeispiel
Ein App-Entwickler, der eine mobile Anwendung plant, die Standortdaten von Nutzern für gezielte Werbung verarbeitet, muss eine DPIA durchführen.
- Der Entwickler bewertet die Risiken für die Privatsphäre der Nutzer.
- Schutzmaßnahmen wie anonymisierte Standortdaten, Opt-in-Zustimmung und Zugriffskontrollen werden eingeführt.
- Die DPIA wird regelmäßig überprüft und angepasst, falls sich die Nutzung oder Speicherung der Daten ändert.
Durch eine sorgfältige Datenschutz-Folgenabschätzung kann das Unternehmen sicherstellen, dass es GDPR-konform bleibt und die Daten seiner Nutzer bestmöglich schützt.

GDPR-Compliance-Anforderung 5: Datensicherheitsmaßnahmen
Die GDPR verlangt, dass Unternehmen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen ergreifen, um personenbezogene Daten vor unbefugtem Zugriff, Verlust oder Zerstörung zu schützen. Diese Sicherheitsmaßnahmen sind entscheidend, um Datenverstöße zu verhindern und die Compliance-Anforderungen zu erfüllen.
Beispiele für Datensicherheitsmaßnahmen
Technische Maßnahmen
- Verschlüsselung: Schutz personenbezogener Daten sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand.
- Pseudonymisierung: Ersetzung identifizierbarer Informationen durch Pseudonyme zur Risikominimierung.
- Zugriffskontrollen: Einführung strikter Berechtigungsmechanismen, um sicherzustellen, dass nur autorisiertes Personal auf Daten zugreifen kann.
- Regelmäßige Audits: Durchführung von Sicherheitsüberprüfungen und Schwachstellenanalysen, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Organisatorische Maßnahmen
- Datenschutzrichtlinien: Entwicklung und Umsetzung umfassender Datenschutzrichtlinien.
- Mitarbeiterschulungen: Regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter zu Datenschutzprinzipien und Best Practices.
- Incident-Response-Pläne: Erstellung und kontinuierliche Aktualisierung von Reaktionsplänen für Datenschutzverletzungen.
Praxisbeispiel
Ein Softwareentwicklungsunternehmen sollte:
- Sensible Daten verschlüsseln, um sie vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
- Zugriffsrechte auf Basis von Rollen verwalten, sodass nur berechtigte Mitarbeiter bestimmte Daten einsehen können.
- Regelmäßige Sicherheitsprüfungen und Mitarbeiterschulungen durchführen, um sicherzustellen, dass alle GDPR-Sicherheitsanforderungen eingehalten werden.
Wie enclaive die GDPR-Compliance unterstützt
enclaive ist ein führender Anbieter von Confidential Computing-Technologien und bietet Lösungen, die Unternehmen helfen, ihre Datenschutzmaßnahmen zu verbessern und die GDPR-Compliance zu gewährleisten.
Wie enclaive hilft
- Unified Key Management
- Virtuelles HSM (vHSM) als Alternative zu physischen HSMs zur Schlüsselverwaltung, Identitäts- und Zugriffsverwaltung.
- Zertifizierte Sicherheitsstandards für die unabhängige Speicherung von Cloud-Verschlüsselungsschlüsseln.
- Kosteneffizienz und Skalierbarkeit
- Beseitigung der Notwendigkeit physischer HSMs → Kostensenkung und flexible Skalierbarkeit.
- Erweiterte Datensicherheit
- Schutz sensibler Workloads in sicheren Enklaven, um Daten auch während der Verarbeitung zu sichern.
- Interoperabilität
- Unterstützung für AWS, Azure, Google Cloud und Confidential Computing-Technologien wie Intel TDX, Intel SGX, AMD SEV, ARM CCA, NVIDIA CC.
- Laufzeitverschlüsselung
- Vault für Schlüsselverwaltung und Nitride für Workload- und Zugriffskontrollen, um sensible Daten während der Verarbeitung zu schützen.
- 3D-Verschlüsselung
- Erlaubt Anwendungen, ohne Vertrauen in die Infrastruktur sicher zu laufen → Schutz der Identitätsverwaltung und Schlüsselkontrolle.
- SaaS-Transformation
- Multi-Tenant- und Multi-Instance-Lösungen, um Unternehmen bei der Übergang zur Cloud zu unterstützen.
Konkrete Anwendungsfälle mit enclaive
- Unified Key Management
- Das vHSM von enclaive integriert Schlüsselverwaltung und Zugriffskontrolle, um Daten sicher und GDPR-konform zu speichern.
- Kosteneffizienz
- Durch den Wegfall physischer HSMs wird eine flexible und kosteneffiziente Sicherheitslösung geschaffen.
- Confidential Computing
- Schutz sensibler Daten in sicheren Enklaven, die Datenverarbeitung und Speicherung GDPR-konform machen.
- Granulare Zugriffskontrollen
- Einhaltung des Least-Privilege-Prinzips, um unbefugten Zugriff zu verhindern und Insider-Bedrohungen zu minimieren.
- Interoperabilität mit Cloud-Anbietern
- Unterstützung für führende Cloud-Plattformen und kompatibel mit standardisierten Confidential Computing-Technologien.
- Laufzeitverschlüsselung
- Daten bleiben während der Verarbeitung verschlüsselt, wodurch Datenschutzverstöße verhindert und die GDPR-Compliance gestärkt wird.
Fazit
GDPR-Compliance ist für Unternehmen, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten, unerlässlich.
Die 5 wichtigsten Anforderungen umfassen:
- Ernennung eines Datenschutzbeauftragten (DPO).
- Einhaltung der Rechte betroffener Personen.
- Schnelle Reaktion und Meldung von Datenschutzverletzungen.
- Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen (DPIAs).
- Implementierung robuster Datensicherheitsmaßnahmen.
enclaive’s Confidential Computing-Technologie bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, die Unternehmen dabei unterstützt, GDPR-Compliance zu erreichen und aufrechtzuerhalten.
Eine kontinuierliche Verpflichtung zur GDPR-Compliance hilft nicht nur, Bußgelder zu vermeiden, sondern stärkt auch das Vertrauen und die Sicherheit von Kunden und Partnern.

Über enclaive
Die enclaive GmbH ist ein ausgezeichnetes Start-up mit Sitz in Berlin, das Unternehmen dabei unterstützt, sensible Daten und Anwendungen in untrusted Cloud-Umgebungen zu schützen – durch den Einsatz von Confidential Computing. Die umfassende Multi-Cloud-Plattform von enclaive ermöglicht Zero Trust Security, indem Daten während der Nutzung verschlüsselt und Anwendungen vor Zugriffen durch die Infrastruktur- und Lösungsanbieter abgeschirmt werden.
Mit enclaive können Unternehmen sicher Cloud-Anwendungen entwickeln, testen und bereitstellen, ohne die Kontrolle über ihre vertraulichen Informationen zu verlieren. Das Ziel von enclaive ist es, eine universelle, cloud-unabhängige Technologie bereitzustellen, mit der sich komplexe Multi-Cloud-Anwendungen sicher und mühelos ausführen lassen.
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